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09.09.2021

Misserfolg bei der Durchführung von Sprengarbeiten

In unserem Steinbruch in Osterode am Harz ist am Montag, 6. September gegen 13 Uhr eine Sprengung zur Rohstoffgewinnung nicht erwartungsgemäß verlaufen. Ein etwa faustgroßer Stein wurde abgelenkt und traf das Bürogebäude einer benachbarten Firma. Eine Mitarbeiterin wurde dabei leicht verletzt; sie wurde sofort behandelt. Wir haben umgehend das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie informiert. Ein Sprengsachverständiger wurde mit der Analyse des Streuflugs beauftragt. Bis zur Klärung der Ursache ruhen die Arbeiten in unserem Steinbruch.

Sprengungen auf dem Stand der Technik und Sprengsicherheit haben oberste Priorität. Es gilt stets, Menschen, Tiere und Sachwerte zu schützen. Dieses Schutzziel konnten wir am Montag nicht erreichen. Dass dabei eine Frau zu Schaden gekommen ist, dass aber auch weitere Personen davon betroffen sind, Familie, Freund:innen, Kolleg:innen, Rettungssanitäter:innen, Polizist:innen, ist etwas, was wir alle miteinander bedauern. Wir denken aber auch an die Nachbarschaft vor Ort und auch an die Verursacher des Unfalls.

Sprengungen erfordern hohe technische Kompetenz, viel Erfahrung und Teamwork. Allein mit einem Druck aufs Knöpfchen ist es nicht getan. Sprengtechnik setzt präzise Planung voraus. So wird das Schutzziel erreicht, wird Erfolg sichergestellt, der oft im Verborgenen bleibt: Unfälle in Verbindung mit Rohstoffen und ihrer Gewinnung kommen vergleichsweise selten vor. Das ist ein guter Erfolg.

Dennoch: Vorkommnisse wie jetzt in Osterode am Harz sind keine Kleinigkeit. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Aufklärung der Ursachen voranzutreiben und daran mitzuwirken, die Abbautechnologie bei Gewinnungsarbeiten im Steinbruch weiter zu optimieren, damit sich ein Unfall dieser Art nicht wiederholen kann.

Thomas Bremer
Geschäftsführender Gesellschafter VG-ORTH GmbH & Co. KG ​


VG-ORTH Sprengunfall in Osterode