26. Februar 2016

Flüchtlingsunterkunft mit Gips-Wandbauplatten

lebensraum-schule_thumb-middleSchnell, kostensparend und funktional für einen akuten Bedarf bauen – vor dieser Aufgabe stehen viele Kommunen und Landkreise bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Eine Unterkunft aus Leinfelden-Echterdingen zeigt jetzt, was massive nichttragende Trennwände aus Gips-Wandbauplatten leisten, damit statt kurzlebiger Provisorien langfristig nutzbare Immobilien entstehen, die perspektivisch auch für andere Wohnungssuchende geeignet sind.

Die Freie Architektin Andrea Mink, Leinfelden-Echterdingen, hat mit ihrem Büro eine Unterkunft entworfen und die Raumtrennung mit massiven Gips-Wandbauplatten ausführen lassen. Obwohl im Zusammenhang mit dem Bau von Unterkünften eher von Montage- und Leichtbauweisen die Rede ist, haben sich Planverfasserin und kommunaler Auftraggeber bewusst für den klassischen Massivbau entschieden. Da die Stadt keine temporäre Lösung, sondern einen langfristig als preiswertes Wohngebäude geeigneten Entwurf bevorzugte, wurde „Stein auf Stein“ gebaut – auch als Reaktion auf Verknappung und Preisexplosion bei Wohncontainern. „Mir selbst erscheint die Massivbauweise auch flexibler und einem späteren Umbau gegenüber toleranter als zum Beispiel die Holzbauweise“, so Andrea Mink in einem Interview. Nach Angaben ihres Büros lassen sich auch die für Unterkünfte maßgeblichen Aspekte des Brandschutzes und des Schallschutzes leichter beherrschen. „Und schließlich muss gerade in der Anschlussunterbringung relativ oft mit Bewohnerwechseln und den damit verbundenen Ein- und Auszügen gerechnet werden. Dafür sollte man eine solide und robuste Konstruktion wählen mit geringem Instandhaltungsaufwand wählen“, so Mink abschließend.

MultiGips Folder über die Raumbildung mit massiven Gips-Wandbauplatten in Unterkünften im Rahmen der Anschlussunterbringung

 

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