30. Juli 2013

MultiGips mit emissionsfreien Bauprodukten

MultiGips mit emissionsfreien BauproduktenViele Bauherren wissen nicht, dass für die gesundheitlich unbedenkliche Qualität der Innenraumluft in Deutschland keine gesetzlichen Standards vorgeschrieben sind. Immerhin gibt es jedoch Empfehlungen und Richtwerte, mit denen sich eine Innenraumhygiene als „Messgröße“ festlegen lässt, die wohngesundheitlich unbedenklich und baubiologisch sicher ist.

Nur sind Bauunternehmen und Architekt an diese Orientierungswerte nicht automatisch gebunden, der Bauherr muss sie ausdrücklich einfordern und vertraglich festlegen. Nur dann ist zu erwarten, dass die Wohnräume mit Baustoffen ausgeführt werden, die keine oder nur äußerst geringe und damit unkritische gesundheitsgefährdende Schadstoffe und Emissionen enthalten.

Besonders gesundheitssensible Menschen, Allergiker oder vorbelastete Familien gehen zunehmend den Weg, baubiologisch sicheres Wohnen von ihren Architekten und bauausführenden Handwerkern zu vereinbaren und die Erfüllung dieser Forderung dann auch rechtssicher zu überprüfen. Damit muss jeder einzelne Baustoff vor dem Einbau auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und vor allem auf eventuelle schädliche Emissionen überprüft werden.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) in Holzkirchen hat als neutrale Stelle bei Gips-Wandbauplatten und Gipsputzen die Emissionen an flüchtigen organischen Verbindungen und Formaldehyd im Prüfkammerexperiment ermittelt. Zugrunde gelegt wurden realitätsnahe Lüftungsraten, für die nach 3 und ein weiteres Mal nach 7 bzw. 28 Tagen die Emissionen gemessen wurden: für die im Verdacht der Krebserregung stehenden flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und zusätzlich für Formaldehyd.

Als Maßstab wurde das Bewertungsschema des Ausschusses für die gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten des Umweltbundesamtes (AgBB 2008, 2012) herangezogen. Die Anforderungen nach diesem Prüfschema wurden von Gips-Wandbauplatten und Gipsputzen, Gipsspachteln und Gipsklebern für Gips-Wandbauplatten hinsichtlich aller bestehenden Prüfpunkte erfüllt. Alle aufgeführten Kriterien werden deutlich unterschritten. Von den Produkten geht damit keinerlei negative Beeinträchtigung der Raumluftqualität aus. Bauherren haben damit die Gewissheit, dass von gipsbasierten MultiGips Bauprodukten keine schädlichen oder gar krank machenden Gefahren ausgehen.

Die sehr guten Messergebnisse etwa für Gips-Wandbauplatten bilden folglich auch die Grundlage für die Produktpartnerschaft von MultiGips mit dem Freiburger Sentinel-Haus Institut, das ein rechtssicheres Konzept für wohngesundes Bauen und Wohnen entwickelt hat.

Emissionsgeprüfte InnenwändeWohngesundheit mit Gips-WandbauplattenSentinel-Haus Zertifikat für MultiGips Bauprodukte

Hintergrund: Innenraumhygiene

Moderne Wohngebäude werden im Sinne der Energieeinsparung mit einer luftdichten Gebäudehülle ausgeführt, wie sie auch durch die Energieeinsparverordnung EnEV vorgeschrieben wird. Das ist nachvollziehbar und vernünftig, weil ansonsten durch undichte Fenster, Fugen und Anschlüsse permanent warme Raumluft entweichen würde und die nachströmende Kaltluft erneut mit teurer Heizenergie angewärmt werden müsste.

Durch die sehr dichten Gebäude tritt allerdings ein neues Phänomen auf, mit dem man sich früher kaum beschäftigen brauchte: Weil die Luft in den Wohnräumen nicht mehr kontinuierlich ausgetauscht wird und in modernen Haushalten auch kaum die Zeit vorhanden ist, ausreichend und mehrfach am Tag über die Fenster zu lüften, kommt es zu einer Anreicherung von Schadstoffen in der Raumluft.

Diese Schadstoffe entweichen aus den Einrichtungsgegenständen, Fußbodenbelägen und Möbeln, aber auch aus den Baustoffen, mit denen das Haus gebaut wurde. Eine relevante gesundheitsschädigende Wirkung kann vor allem von flüchtigen organischen Stoffen VOC (volatile organic compounds) ausgehen, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Die Stoffgruppe lässt sich als Gesamtsumme TVOC (total volatile organic compounds) in einem Gebäude messen und bewerten.

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