Polizeiinspektion Augsburg
Verwaltungsbau
Mitten in Augsburg gelegen, umgeben von altem Baumbestand sowie einer repräsentativen Bebauung aus Justizgebäuden und Bibliothek, steht die zentrale Polizeiinspektion der Stadt.

Die Frage, wie man auf einen hochwertigen Jugendstilbau angemessen reagiert, beantwortete Projektarchitekt Prof. Dipl.- Ing. Herbert Jötten, Prodekan der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen in Augsburg, mit sensiblem Gespür. Der kubische Stahlbetonbau in Skelettbauweise greift die quadratische Figur des historischen Bauwerks auf und verbindet Neubau und Bestand mit einem abgesetzten gläsernen Gebäudekörper.
So wird der eigenständige Charakter der einzelnen Bauten betont. Für die nichttragenden Innenwände wählte der Architekt Gips-Wandbauplatten. Entscheidendes Argument für die Auswahl des Werkstoffs war neben den guten Schalldämmwerten die hohe Speicherkapazität der massiven Gipswände. Die 10 cm dicken Gips-Wandbauplatten in schwerer Ausführung boten mit ihrer hohen Rohdichte neben den Betondecken die nötige zusätzliche Speichermasse für die Klimatisierung des natürlich belüfteten Gebäudes.
Für die künstlerische Gestaltung der Flure boten die Gipswände den idealen Untergrund. Das kräftige Farbkonzept wurde nach exakter Vorgabe des Architekten auf die vollflächig gespachtelten und grundierten Gips-Wandbauplatten übertragen.
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