Wandbekleidungen
Anstriche und Tapeten
Verbundabdichtungen
Fliesen

Anstriche und Tapeten
Der Putz muss vor dem Aufbringen der Beschichtung trocken sein. Wegen des sehr guten Trocknungsverhaltens von MultiGips Putzen kann bei ausreichender Querbelüftung und trockenem Untergrund oft schon nach ca. 2 Wochen mit der endgültigen Wandgestaltung begonnen werden.
Bei der Ausführung des Wandfinish mit Anstrichen oder Tapeten sind die BFS-Merkblätter „Beschichtungen, Tapezier- und Klebearbeiten auf Innenputz“ und „Technische Richtlinien für Tapezier- und Klebearbeiten“ zu beachten. Letzteres verlangt für die üblichen Anforderungen eine Druckfestigkeit des Untergrundes für Beschichtungen und Tapeten von mindestens 1,0 N/mm². Gipsputze von MultiGips erreichen regelmäßig eine Druckfestigkeit ab 2,5 N/mm² und bieten dem Verarbeiter damit erhöhte Sicherheit deutlich über den geforderten Werten.
Verbundabdichtungen
Gipsputz ist nach DIN V 18550 für Küchen und
Bädern von Wohnungen oder in vergleichbaren Räumen
z.B. von Hotels oder Krankenhäusern geeignet. Dies gilt
ausdrücklich auch für den vorübergehend und
gering mit Spritzwasser belasteten Bereich an Waschtischen, Badewannen
oder Duschen in diesen Räumen.
Derartige Teilflächen werden heute oft mit einer Abdichtung
nach dem ZDB-Merkblatt Verbundabdichtungen (Hinweise für die
Ausführung von flüssig zu verarbeitenden
Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen
und Platten für den Innen- und Außenbereich,
01.2010) ausgeführt.
Gipsputz der Mörtelgruppe P IV
ist nach diesem Merkblatt als Untergrund in der Beanspruchungsklasse A0
geeignet. Die Klasse beschreibt mäßige
Beanspruchungen durch nicht drückendes Wasser im Innenbereich
im bauaufsichtlich nicht geregelten Anwendungsbereich. Sie gilt
für direkt und indirekt beanspruchte Flächen in
Räumen, in denen nicht sehr häufig mit Brauch- und
Reinigungswasser umgegangen wird, wie z.B. in häuslichen
Bädern, Badezimmern von Hotels oder für
Räume mit Bodenflächen inklusive Ablauf in diesen
Anwendungsbereichen.
Ausdrücklich von den Bestimmungen des Merkblattes ausgenommen
sind Gäste-WC, Hauswirtschaftsräume, Küchen
mit haushaltsüblicher Nutzung sowie Wände im Bereich
von Sanitärobjekten wie Handwaschbecken und
wandhängenden WC. Diese Flächen bzw. Räume
benötigen keine Verbundabdichtung, sofern die Räume
keine Bodenabläufe besitzen.
Bei einer anhaltenden und/oder hohen Wasserbeanspruchung, wie sie in
klassischen Feuchträumen des öffentlichen und
gewerblichen Bereichs zu erwarten ist, darf Gipsputz nicht verwendet
werden, also beispielsweise in Schwimmhallen, Gemeinschaftsduschen,
Brauereien, Großküchen o.Ä. sowie im
gesamten Außenbereich.
| G I P S P U T Z A L S U N T E R G R U N D F Ü R V E R B U N D A B D I C H T U N G E N | |||
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Beanspruchungs- klasse |
Beanspruchung |
Anwendungs- beispiele |
Abdichtungsstoff |
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A0 Mäßige Beanspruchung durch nicht drückendes Wasser im Innenbereich |
Direkt 1) und indirekt 2) beanspruchte Flächen in Räumen, in denen nicht sehr häufig mit Brauch- und Reinigungswasser umgegangen wird. |
Häusliche
Bäder, auch mit Bodenabläufen
Badezimmer von Hotels, auch mit Bodenabläufen |
Polymerdispersionen
Kunststoff-Mörtel- Kombinationen Reaktionsharze |
1) Direkt beanspruchte Flächen: Wandflächen, die planmäßig bei bestimmungsgemäßem Gebrauch direkt mit Wasser beansprucht werden (z.B. Wände im Duschbereich, Fußböden bodengleicher Duschen, Wände über Badewannen mit Duscheinrichtung). Das ablaufende Wasser wird durch einen planmäßig vorgesehenen Ablauf (Bodenablauf, Badewannen- oder Duschtassenablauf) abgeleitet. Flächen vor Badewannen und Duschtassen ohne wirksamen Spritzwasserschutz zählen auch zu den direkt beanspruchten Flächen, wobei diese Flächen keinen gesonderten Bodenablauf benötigen. 2) Indirekt beanspruchte Flächen: Wandflächen in Nassräumen außerhalb direkt beanspruchter Bereiche. Ein Bodenablauf ist grundsätzlich nicht erforderlich. |
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Fliesen
Gipsputz, der anschließend verfliest werden soll, ist mit einer Mindestdicke von 10 mm einlagig aufzubringen. Mit einer Druckfestigkeit von mindestens 2,5 N/mm² bilden fast alle Gips- und Gips-Kalk-Putze von MultiGips einen ausreichend tragfähigen Untergrund für Fliesen. Zusätzliche Sicherheit gewinnt der Verarbeiter auch hier wieder mit MultiGips MP AquaProtect (durchgängig hydrophobiert, Druckfestigkeit ≥ 3,3 N/mm²).
Vor Beginn der Fliesenarbeiten muss der Putz trocken sein. In spritzwasserbelasteten Bereichen ist nach den Vorgaben des Planers und den jeweiligen Herstellerangaben eine Verbundabdichtung aufzubringen. Die Fliesen können mit geeigneten Dünnbettklebern auf Dispersions- oder Zementbasis in der gewohnten Technik sicher angesetzt werden.
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